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Dr. Wolfgang Stöckel und Emilia Müller, Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten in der Bayerischen Staatskanzlei, eröffnen einen Ausstellungstermin von Pressefoto Bayern.
Foto: 
Maria Goblirsch

BJV-Fotowettbewerb

Pressefoto Bayern 2012 – Interviews mit der Jury

Dr. Wolfgang Stöckel spricht darüber, wie Bildjournalisten zeigen können, was in ihnen steckt

München, Nürnberg, 27.09.2012

Pressefoto Bayern – ein Wettbewerb wie jeder andere? Was bringt er freien und festen Fotografen? Und welche Bilder haben die besten Chancen auf einen Preis? Oder: Wo hakt es derzeit im Fotografenalltag bei Zeitungen, Zeitschriften, Online und Agenturen? Fragen, die wir einigen Mitgliedern der Jury stellten (im ersten Interview erklärte Rainer Reichert, warum sich die Teilnahme an diesem Wettbewerb für Fotografen besonders lohnt), die am 26. Oktober 2012 darüber entscheiden wird, welche Pressebilder die besten des Jahres in Bayern sind. Einsendeschluss ist am 8. Oktober 2012, alle Informationen zum Pressefoto Bayern 2012 und die Siegerbilder der Vorjahre finden Sie hier.

Der BJV schreibt Pressefoto Bayern nun schon zum 13. Mal aus. Bayern war der erste und lange Zeit auch einzige DJV-Landesverband, der einen solchen Wettbewerb anbietet. Was hat Sie als Vorsitzenden dazu bewogen, diesen Schritt trotz des damit verbundenen Aufwands zu gehen?

Im November 1999 fand der DJV-Verbandstag in Nürnberg statt. Im Vorbereitungsteam wurde der Entschluss gefasst, den schon bestehenden unterfränkischen Fotowettbewerb auf ganz Nordbayern auszudehnen. Die Prämierung fand in Nürnberg statt und die besten Bilder wurden dann bei der Abendveranstaltung des Verbandstags gezeigt. Der große Erfolg dieser Veranstaltung hat mich ermutigt, den Wettbewerb ab 2000 bayernweit auszuschreiben.

Wie kann Pressefoto Bayern dazu beitragen, die Situation der Bildjournalisten zu verbessern?

Die Fotografen haben es im Internet-Zeitalter, in dem man fast jedes Motiv aus dem WWW herunterladen kann, besonders schwer. Festanstellungen sind Mangelware und freie Fotografen müssen für wenig Lohn Massenware liefern. Beim Wettbewerb Pressefoto Bayern können die Bildjournalisten zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Sie können beweisen, dass sie für die Qualität von Zeitungen und Zeitschriften unverzichtbar sind.

Der BJV schreibt in diesem Jahr zum ersten Mal einen Nachwuchspreis aus. Was steht hinter dieser Entscheidung?

Wir wollen, dass der Beruf des Pressefotografen nicht ausstirbt. Dazu braucht es Nachwuchs und gute Ausbildungsangebote. Bereits jetzt beteiligen sich Studenten und Studentinnen der Fachrichtung Fotografie, Graphik und Design am Wettbewerb. Ein Nachwuchspreis soll Ansporn sein und Mut machen, den schwierigen Weg hin zum Bildjournalisten erfolgreich zu durchlaufen.

Inzwischen gibt es auch in anderen Bundesländern wie Hessen, Thüringen, Bremen und seit neuesten Sachsen auf DJV-Ebene solche Fotowettbewerbe. Wir es schon bald einen bundesweiten oder gar einen Wettbewerb auf europäischer Ebene geben?

Vom bundesweiten Fotowettbewerb im DJV sind wir noch ein Stück weit entfernt. Aber ein „Best of“ aller Siegerbilder über die Grenzen der Landesverbände hinweg könnte ich mir schon vorstellen. Es gibt auch Kontakte zu den tschechischen Journalistenkollegen und zu den Österreichern. Aber ein europäischer Fotowettbewerb ist noch Utopie. Vielleicht greift die EJF dieses Thema ja mal auf.

Maria Goblirsch

Weitere Interviews folgen in den nächsten Tagen.

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