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Streikende Journalisten der Passauer Neuen Presse
Klare und konstruktive Ansage an die Geschäftsleitung der Passauer Neuen Presse: Streikende Journalisten in Passau
Foto: 
Daniela Albrecht

BJV-Geschäftsstelle

Erster Warnstreik bei der Passauer Neuen Presse

50 Mitarbeiter streiken zwei Tage lang für gerechtere Bezahlung

Passau, 02.02.2017

Rund 50 Mitarbeiter aus verschiedenen Redaktionen und Verlagsabteilungen der Passauer Neuen Presse (PNP) sind von Donnerstagmorgen bis Freitag, 24 Uhr, im Ausstand. Zum Streik aufgerufen haben der BJV und ver.di.

Die Kollegen wollen eine Rückkehr in den Flächentarif erreichen. „Die PNP-Mitarbeiter werden seit Jahren nach einem Eckpunktepapier bezahlt mit Konditionen, die deutlich unter denen des Flächentarifs liegen. Dazu kommen noch schlechte Rahmenbedingungen wie bei der Wochenarbeitszeit und beim Urlaub. Wenn sich die Geschäftsleitung auch noch beharrlich weigert, überhaupt über einen vernünftigen Haustarif zu reden, dann reicht’s den Kollegen“, erklärte der stellvertretende DJV-Vorsitzende Wolfgang Grebenhof gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Die Kollegen streikten daher „aus Notwehr“.

Weitere Streiks sind möglich
Grebenhof, der im BJV auch die Fachgruppe Tageszeitungen leitet, kritisierte die Fixierung des Verlages auf stetige Renditesteigerung. Dass der Verlag genügend Geld habe um sein Personal angemessen zu bezahlen, habe er mit dem Kauf des Donaukuriers (siehe auch „Soziale Verantwortung statt Shoppingtour“) vor einigen Wochen bewiesen. Wenn kein Gesprächsangebot komme, dann sei der zweitägige Streik erst der Anfang, kündigte Grebenhof im BR an.

Wichtiges Signal: OT tut weh!
Grebenhof sieht die Proteste der PNP-Journalisten und die kreativen Streikaktionen der „Wertschätzer“-Journalisten vom Lichtenfelser Obermain-Tagblatt bundesweit als ein wichtiges Signal in Richtung der Verlagsleitungen an: „Der Widerstand gegen Häuser, die meinen ihre Mitarbeiter ohne Tarif (OT) beschäftigen zu können, tut den Verlagen weh“.

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