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Bot einen Blick hinter die Kulissen der internationalen Flugambulanz: Dr. Siegfried Axtmann (vierter von links), Unternehmensgründer und Aufsichtsratsvorsitzender der FAI Aviation Group
Foto: Volker Figura

Fachgruppe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

In Nürnberg stationiert, in der Welt zuhause

Der BJV war zu Gast bei der FAI Aviation Group am Nürnberger Flughafen

Nürnberg, 08.05.2017

Mali, Dubai, Afghanistan, Miami, Senegal, Los Angeles – das sind Orte und Regionen, die auf den ersten Blick eigentlich kaum zusammen passen wollen. Wäre da nicht die FAI Aviation Group aus Nürnberg, die mit ihren Jets fast täglich diese Ziele ansteuert.

Vorgestern für die Uno in Mali, gestern für einen Unternehmer in Dubai, heute für die US-Army in Afghanistan und morgen vielleicht für VIPs in Los Angeles im Einsatz, sind die Crews der FAI Aviation Group in den verschiedensten Regionen rund um den Globus im Einsatz. Und befördern dabei Menschen, die entweder in Gefahr sind, sich in einer medizinischen Notlage befinden oder sich aus Zeit-, Image- oder Sicherheitsgründen gegen einen Linienflug entscheiden können.

Ein Geschäftsmodell, das weltweit kaum eine andere Fluggesellschaft der Allgemeinen Luftfahrt (General Aviation) derart erfolgreich praktiziert wie die FAI Aviation Group. Vor gut drei Jahrzehnten vom Nürnberger Bauingenieur Dr. Siegfried Axtmann eher durch Zufall gegründet („Wir hatten in unserem Bauunternehmen einen Hubschrauber und kauften von der damaligen Internationalen Flugambulanz IFA zwei weitere dazu – plötzlich war ich Flugunternehmer“), ist die FAI nach Flugleistung (über 13.000 Stunden im Jahr) und Flottengröße (22 Business Jets) inzwischen die größte Fluggesellschaft der Allgemeinen Luftfahrt in Deutschland. Und zudem umsatzmäßig der weltweit größte Ambulanzjet-Betreiber.

Weltweit erfolgreich unterwegs
Nach vielen Jahren der Quersubventionierung (Axtmann: „Mit den Gewinnen aus unserem Bau- und Immobilien-Unternehmen haben wir anfänglich erst einmal die Verluste unserer Fluggesellschaft ausgeglichen“), hatte sich die FAI im Laufe der Jahre das entsprechende Kunden-Netzwerk und organisatorische Wissen erarbeitet, um die General Aviation weltweit erfolgreich zu betreiben: Mit ihren Business-Jets unternimmt die FAI zu rund 60 Prozent Ambulanzflüge von Intensivpatienten.

Die anderen Einsätze bestehen etwa zur Hälfte aus Spezialflug-Logistik in Krisengebiete der Vereinten Nationen sowie aus Charterflügen für die verschiedensten Auftraggeber weltweit. Letztere vorwiegend für Regierungen kleinerer Staaten, Königshäuser, Unternehmen oder zahlungskräftigen VIPs aus aller Welt.

Kontinuierliches Wachstum
In der öffentlichen Wahrnehmung bekommt man in Nürnberg von all diesen Aktivitäten der FAI Aviation Group mit der Homebase NUE allerdings kaum etwas mit. Außer, dass das Unternehmen seit Jahren im westlichen Bereich des Albrecht-Dürer-Airports kontinuierlich wächst.

Das Investitionsvolumen seit 2010 für Gebäude und technische Ausrüstung beträgt rund 25 Millionen Euro. Entsprechend ist auch die wachsende Umsatzenwicklung des Unternehmens: Lag der Umsatz der FIA Aviation Group 2013 noch bei 66,1 Millionen Euro stieg er innerhalb von nur drei Jahren um über 20 Prozent auf bereits 80 Millionen Euro im Jahr 2016.

In knapp zwei Stunden startklar
Die 180 fest angestellten Mitarbeiter in Nürnberg bestehen aus rund 60 Piloten aus über 20 Nationen sowie etwa 60 internationalen Technikern, die in der Flugzeugwartung arbeiten. Hinzu kommen rund 50 Teilzeitkräfte, bestehend aus Ärzten und für Ambulanzflüge speziell geschulten Rettungsassistenten aus ganz Europa. Sie sind rund um die Uhr im Einsatz bzw. Stand-by.

So ist bei einem Emergancy Call die medizinische Crew in weniger als zwei Stunden startklar und – je nach Entfernung – mit ihrem Ambulanzjet innerhalb von nur wenigen Stunden in Europa, Afrika oder Middle East bei den verunfallten oder erkrankten Notfallpatienten vor Ort.

Vom Business- zum Ambulanzjet
Große Akquise-Aktivitäten oder Werbung an Endkunden ist in dieser Branche weder üblich noch notwendig. Denn die Einsatz-Aufträge erfolgen im Bereich des medizinischen Notfalltransportes vorwiegend durch die Versicherungsunternehmen direkt. Und im Charterbereich weitgehend durch so genannte Flugzeug-Broker. Das sind – ähnlich wie im Immobilien-Sektor – Makler, die für ihre Kunden versuchen, auf dem Markt die besten Jets zum güstigsten Preis für die Flüge ihre Kunden zu buchen.

Der Vorteil der FAI gegenüber anderen Wettbewerbern basiert – neben der inzwischen jahrzentelangen Erfahrung durch Einsätze in Krisen- und Kriegsgebieten – auf verschiedenen Säulen: Einmal im organisatorischen Gespür, die Jets weltweit stets an strategisch wichtigen Orten einsatzbereit zu halten. Sowie vor allem in ihrer hohen Flexiblität: Denn die Ambulanz-Jets können bei Bedarf innerhalb von nur wenigen Stunden in einen komfortablen Business-Jet umgerüstet werden oder umgekehrt. Damit lassen sich die Jets extrem flexibel einsetzen und somit teure Standzeiten auf dem Boden spürbar minimieren.

Medienagentur aus England
Wie aber betreibt dann ein Unternehmen wie die FAI Aviation Group ihre Öffentlichkeitsarbeit, wenn der direkte Kundenkonktakt fast ausschließlich über Broker oder die Versicherer direkt abgewickelt wird? Dr. Siegfried Axtmann erklärt: „Wir haben eine auf Luftfahrt spezialisierte Medienagentur in England, die alle Bereiche abdeckt.

Eine englische Agentur deshalb, weil in der internationalen Luftfahrt praktisch die gesamte Kommunikation ausschließlich über englischsprachige Journalisten und Medien erfolgt.“ Sprach’s und verteilte beim BJV-Besuch den Gästen als den ersten Journalisten überhaupt ein brandaktuelles Press Release.

Volker Figura

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