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BJV-Pressemitteilung

Staatskanzlei schließt Journalisten vom Runden Tisch aus

BJV: Keine Planung der Medienzukunft ohne Medienschaffende

München, 01.03.2013

Journalisten sind nach Ansicht der Bayerischen Staatsregierung offenbar nicht gefragt, wenn über die Zukunft der Medien diskutiert werden soll. In einem Brief an Medienminister Thomas Kreuzer hat der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) dagegen protestiert, dass die Staatskanzlei die Medienschaffenden von den Beratungen über die künftige Medienpolitik im Freistaat ausschließt.

An einem Runden Tisch hatte der Minister führende Vertreter deutscher Medien- und Internetunternehmen versammelt, um über „mehr Freiraum und faire Entwicklungschancen im Mediendschungel“ zu sprechen (siehe Pressemitteilung der Bayerischen Staatskanzlei vom 25.02.2013). Die Journalistenverbände waren dazu nicht eingeladen und dabei offensichtlich unerwünscht.

„Die Staatsregierung glaubt, die anstehenden Fragen im Bereich Deregulierung, Infrastruktur, Aufsicht und neuen Rahmenbedingungen für die Medien in Bayern ohne die Journalisten diskutieren zu können. Ausgerechnet ohne die, die für die Inhalte sorgen und damit erst die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg eines Medienunternehmens legen“, betont der BJV-Vorsitzende Dr. Wolfgang Stöckel.

Staatsminister Thomas Kreuzer möge zur Kenntnis nehmen, dass die Zukunft der Medien nicht nur durch jene gestaltet werde, die in Medienunternehmen investierten oder für ihren wirtschaftlichen und organisatorischen Rahmen sorgten – „sondern maßgeblich durch die Medienschaffenden“, schreibt Stöckel in dem Brief an die Staatskanzlei.

Der BJV fordert die Staatsregierung darin auf, auch die journalistische Seite in die Diskussion um die Zukunft der Medien mit ein zu beziehen. In diesem Zusammenhang weist der Journalistenverband auf eklatante Lücken im Bayerischen Medienbericht hin. In dem einst vom BJV initiierten Bericht spielten aktuell Themen wie Medienvielfalt, die prekären Arbeitsbedingungen oder die Gewährleistung der Meinungsfreiheit so gut wie keine Rolle mehr.

Weitere Informationen
Maria Goblirsch, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, presse@bjv.de, Telefon 0171 6876973

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