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Wolfgang Zauner, 1954-2017
Foto: 
Udo Dreier

BJV-Landesvorstand

Ein wunderbarer Freund und Kollege

Der BJV trauert um Wolfgang Zauner

München, 23.01.2017

Ihn mit Worten zu charakterisieren ist nicht einfach. Denn er hat uns immer wieder gern sprachlos gemacht. Seine Kollegen, Mitstreiter und Freunde waren auch sprachlos, als sie erfuhren, dass Wolfgang Zauner am 16. Januar im Alter von nur 62 Jahren gestorben ist.

In Erinnerung bleibt er als lebensfroher und leidenschaftlicher Kämpfer für die Interessen des Journalismus. Sein Markenzeichen in seiner 30-jährigen Mitgliedschaft im BJV war der Einsatz für die Kolleginnen und Kollegen in der Fachgruppe Betriebsräte. Als Vorsitzender und Nachfolger von Wolfgang Soergel übernahm er 2010 diese Fachgruppe. Engagiert kämpfte er nicht nur dort für die Rechte der Betriebsräte und damit auch der Belegschaften. Diese Lust an der Planung und Durchführung der Kainsbacher Seminare endete aber noch lange nicht mit dem offiziellen Teil, die Nachbesprechungen, die auch mal bis Sonnenaufgang im so genannten Herrgottswinkel stattfanden, wurden von ihm ähnlich intensiv begleitet.

Der im Jahr 1954 in Jena geborene Wolfgang Zauner bestach vor allem durch seine Kombination aus analytischem Denken und der unerschöpflichen Portion Humor, sein breites Allgemeinwissen machte ihn zu einem ausgesprochen geschätzten Gesprächspartner in allen journalistischen Bereichen.

Er interessierte sich für die Belange im Zeitungs- und Zeitschriftenbereich ebenso wie für die Entwicklung beim Rundfunk. Schnell arbeitete er sich in die unterschiedlichsten Themen ein, um mit profunden Äußerungen die Diskussionen zu bereichern.

Dieses Fachwissen, aber sicher auch seine Lebenserfahrung gründen aus einem spannenden beruflichen Werdegang. Nach dem Abitur am Neuen Gymnasium in Nürnberg 1975 studierte er an den Universitäten in Würzburg und Erlangen-Nürnberg. 1984 erlangte er den Abschluss in den Fächern Deutsch, Geschichte und Sozialkunde für das Lehramt für Gymnasium. Über den Umweg als studentische Hilfskraft am Institut für politische Wissenschaften der Universität Erlangen-Nürnberg landete er beim Erlangener perimed Fachbuch-Verlag, um dort ein Volontariat zu absolvieren.

1984 erfolgte der Schritt in die Redakteursanstellung bei der Transporte- und Logistik (TLM) GmbH in Erlangen. Als technischer Redakteur zeichnete er verantwortlich für den Simatic-Report und die Sicomp-Info. Nebenberuflich war er als Mitglied der Forschungsgruppe Simulationen am Institut für politische Wissenschaft in Erlangen tätig. Sein letzter Arbeitgeber war die Publicis Pixelpark Erlangen GmbH lernte ihn als rührigen Betriebsrat schätzen. Als Konzernbetriebsrats-Sprecher hatte er nicht nur Verantwortung für den fränkischen Firmensitz, sondern auch für Kollegen in den europäischen Dependencen.

Die dort gewonnenen Erfahrungen, die nicht nur rein journalistischer Natur waren, halfen im BJV, auch einmal um die Ecke zu denken – unjournalistisch. Ihm am Herzen lag dann aber auch die Ausbildung der jungen Kolleginnen und Kollegen. Er war ein Verfechter für eine qualitätsvolle Unterrichtung, um eine entsprechend journalistische Arbeit sicherzustellen.

Er war weiterhin der Überzeugung, dass der BJV in Zukunft nur eine Chance habe, wenn Alt und Jung intensiv zusammenarbeiten. Frei nach dem Motto „Erfahrungsaustausch ist wichtig“ stand er immer wieder als Mentor für junge Funktionäre zur Verfügung.

Diese Weitergabe von Wissen wird uns ebenso fehlen wie sein Einfühlungsvermögen, sein Humor und seine offene Art. Wir vermissen Wolfgang Zauner als wunderbaren Kollegen und Freund.

Michael Busch  

Die Trauerfeier findet am Donnerstag, dem 26. Januar, um 12.30 Uhr in der Kirche St. Nikolaus und St. Ulrich, Kirchenberg 13, 90482 Nürnberg statt, anschließend die Beerdigung auf dem Mögeldorfer Friedhof.  

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