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Wegen der Corona-Auflagen war nur eine kleine Delegation von Journalist*innen in Shirts mit der Aufschrift „Journalisten sind keine Terroristen“ zum Sitz des Honorarkonsuls der Republik Belarus für den Freistaat Bayern gekommen
Foto: Stefan Gregor

BJV-Landesvorstand

Weiß-rote Luftpost für inhaftierte Journalist*innen in Belarus

BJV-Kolleg*innen protestieren beim Honorarkonsul der Republik Belarus in Würzburg

München, Würzburg, 12.03.2021

Mit 100 Ballons in den Farben der belarussischen Oppositionsbewegung hat der BJV am Freitagmittag in Würzburg gegen die systematische Verfolgung kritischer Medienvertreter*innen durch das Regime von Alexander Lukaschenko protestiert.

Eine wegen der Corona-Auflagen nur kleine Delegation war in Shirts mit der Aufschrift „Journalisten sind keine Terroristen“ zum Sitz des Honorarkonsuls der Republik Belarus für den Freistaat Bayern gekommen und ließ weiße und rote Luftballons, an denen eine Karte mit einer Solidaritäts-Botschaft in drei Sprachen (deutsch, englisch, russisch) angehängt war, in den Himmel steigen.

Im Februar hatten der BJV/DJV in einem Offenen Brief gegen die Inhaftierung von Journalist*innen in Belarus protestiert und den Honorarkonsul aufgefordert, sich für Rechtsstaatlichkeit in seinem Land einzusetzen.  

„Journalisten niederzuknüppeln, sie in den Kerker zu stecken und sie so mundtot zu machen, ist kein Zeichen von Stärke oder Souveränität. Es ist Ausdruck von Angst und Hilflosigkeit. Angst vor der Macht des Wortes vor der Macht des Bildes und vor der Macht der Wahrheit“, sagte der stellvertretende DJV-Vorsitzende Wolfgang Grebenhof während der Protestaktion. „Ich hätte dem Honorarkonsul schon gern persönlich die Frage gestellt, wie es sich anfühlt, Mietmaul und Repräsentant für einen Machthaber zu sein, der Grundrechte wie Presse- und Meinungsfreiheit mit Füßen tritt!“, kommentierte er die Abwesenheit des weißrussischen Repräsentanten.

„Wenn sich Machthaber wie Lukaschenko gegen die Pressefreiheit stellen und Journalistinnen und Journalisten systematisch verfolgen und inhaftieren, muss ihnen klar sein, dass das nicht im Verborgenen, sondern vor den Augen der Öffentlichkeit geschieht. Daher ist es so wichtig, dass wir Solidarität für diese Kolleginnen und Kollegen zeigen und für sie eintreten“, sagte der BJV-Vorsitzende Michael Busch, der sich auch an der Aktion beteiligte.

„Hier und heute sind unsere Gedanken bei den Kolleginnen und Kollegen in Weißrussland. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass weltweite Journalistinnen und Journalisten nur deshalb im Gefängnis sitzen und verfolgt werden wegen aus der Luft gegriffenen Anschuldigungen, nur weil sie ihre Arbeit machen und weil sie für die Presse- und Meinungsfreiheit kämpfen“, mahnte Wolfgang Grebenhof zum Abschluss.

 

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