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Der aktuelle geschäftsführende Vorstand des BJV (von links nach rechts): Markus Hack,  Jutta Müller, Andrea Roth, Michael Busch, Daniela Albrecht und Ralph Bauer
Foto: Günter Distler

BJV-Geschäftsstelle

Solidarisch im Kampf um faire Honorare und gegen Stellenabbau in Redaktionen

BJV-Mitgliederversammlung in Bamberg wählt Michael Busch erneut zum Vorsitzenden

Bamberg, 18.03.2017

Den Kampf gegen Dumping-Honorare für freie Journalisten und drohenden Arbeitsplatzverlust in den Verlagshäusern schreibt sich der Bayerische Journalisten-Verband im Jahr 2017 auf die Fahne. Dies erfordere den mutigen Gang an die Öffentlichkeit und die Solidarität aller Kollegen im Verband, unterstrich der BJV-Vorsitzende Michael Busch beim Bayerischen Journalistentag – der Mitgliederversammlung des BJV in Bamberg.

Busch blickte besonders auf vier Brennpunkte im Freistaat. Beim Nordbayerischen Kurier in Bayreuth sind durch Pressekonzentration akut Arbeitsplätze bedroht, bei der Passauer Neuen Presse führen die Redakteure einen zähen Arbeitskampf zur Aufnahme von Verhandlungen über einen Haustarif und beim Obermain-Tagblatt ziehen seit Monaten die Journalisten als „Die Wertschätzer“ übers Land und streiten für eine seit zehn Jahren ausstehende Lohnerhöhung.

Schließlich seien, so Busch, auch beim Bayerischen Rundfunk durch eine massive Sparwelle rund 100 Arbeitsplätze fester freier Redakteure in Gefahr. Empört hat den BJV-Vorsitzenden auch, dass die Verleger vor Kurzem die jahrelang ausgehandelten Gemeinsamen Vergütungsregeln für freie Journalisten gekündigt haben.

Für weitere „turbulente Monate“ stärkten die BJV-Kollegen ihrem Vorsitzenden den Rücken. Michael Busch wurde mit 83 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Ihm zur Seite stehen einerseits weiterhin die niederbayerische Tageszeitungsredakteurin Daniela Albrecht und andererseits die freie Rundfunkjournalistin Andrea Roth aus München. Als Schatzmeister wurden der Nürnberger Wirtschaftsredakteur Markus Hack und als Schriftführer der Redakteur des Main-Echos, Ralph Bauer, bestätigt. Neu gewählt wurden auch die Beisitzer, der Aufnahmeausschuss und das Verbandsgericht. Einen Überblick zum neuen BJV-Vorstand finden Sie auf der BJV-Homepage.

Auch der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands, Dr. Frank Überall, machte sich in Bamberg für mehr Wertschätzung der Kolleginnen und Kollegen stark. „Professioneller Journalismus ist kein Hobby, er kostet auch Geld“, betonte er.

Gerade in Zeiten gefälschter Nachrichten sei es für die Bürger nicht leicht zu erkennen, was professionelle Berichterstattung ist. „Das müssen wir denen da draußen erzählen“, sagte Überall mit Blick auf den Vorwurf der „Lügenpresse“. Es gelte, den Beruf in der Öffentlichkeit zu erklären und für dessen Leistungen Respekt einzufordern.

Julia Boenisch, Chefredakteurin SZ.de, leitete mit einem Impulsvortrag zum „Equal Pay Day 2017 – Ausbildung, Chancen, Bezahlung im Journalismus“ ein.

Am Samstagmittag ließen die rund 120 Teilnehmer als Zeichen ihrer Solidarität mit den 150 in der Türkei inhaftierten Journalistinnen und Journalisten symbolisch 150 Luftballons mit der Botschaft "Herr Erdogan, Journalisten sind keine Terroristen!" aufsteigen (siehe auch Pressemitteilung "Blaue Luftpost für die Pressefreiheit"). Am Sonntag beschlossen die Teilnehmer noch die eingegangenen Einträge und diskutierten mit den "Wertschätzern", die ihre Kampagne präsentierten.
(ak)

Geschäftsberichte 2016/2017

Anträge
Hier finden Sie die Anträge (jeweils als PDF), über die bei der Mitgliederversammlung gesprochen wird:

Berichterstattung
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