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Markus Kaiser mit Jennifer Hauser, Vorsitzende des Ortsverbands Nürnberg
Markus Kaiser mit Jennifer Hauser, Vorsitzende des Ortsverbands Nürnberg
Foto: 
Nicole Heupel

Bezirksverband Franken-Nordbayern

Berichterstattung aus der Hosentasche: „Der Journalist und das Smartphone“

Journalist und Medienprofessor Markus Kaiser gab Tipps zum Mobile Reporting

Nürnberg, 22.06.2017

Recherchieren, Texte verfassen, Fotos schießen, Videos drehen und Töne aufnehmen: Mit der Verbreitung des Smartphones hat das Mobile Reporting eine ganz neue Bedeutung erhalten. Inhalte können nicht nur mit einem einzigen Gerät produziert und bearbeitet, sondern auch umgehend ins Netz gestellt werden. Dem Smartphone-Journalisten scheinen dabei keine Grenzen gesetzt. Oder etwa doch?

Markus Kaiser, Professor für Praktischen Journalismus und Medieninnovationen an der Technischen Hochschule in Nürnberg, hat sich in seinem Impulsreferat im Nürnberger Presseclub kritisch mit dem Thema „Der Journalist und das Smartphone“ auseinander gesetzt und hilfreiche Tipps aus seiner Praxis als Journalist geliefert.

Was es für das Mobile Reporting braucht
Um sich für die mobile Berichterstattung zu rüsten, benötigt man neben einem Smartphone nur paar kostenlose Apps. Dabei sei laut Markus Kaiser weniger oft mehr: „Um Fotos zu bearbeiten, reicht meist das standardmäßige Bildbearbeitungsprogramm von Apple. Und für die Videobearbeitung nutze ich gerne iMovie.“

Nicht zwingend notwendig, aber dennoch empfehlenswert sei ein externes Mikrofon für den perfekten Ton. Und da heute der frühere Ratschlag „Wackle ein bisschen, dann wirkt es authentischer“ nicht mehr gelte, sei auch ein Stativ von Vorteil.

Woran es (noch) hakt
Es klingt so einfach und unkompliziert. Doch Kaiser weiß aus eigener Erfahrung, dass beim Mobile Reporting auch Gefahren lauern. Gefahren, die – so banal sie auch klingen mögen – im Journalisten-Alltag verhängnisvolle Folgen haben können. „Der Akku ist das größte Problem“, erklärte Kaiser. „Dabei ziehen gerade die ‚journalistischen Anwendungen’ viel Saft.“ Aber auch das Mobilfunknetz mache hin und wieder Probleme: „In sehr ländlichen Gegenden oder bei Netzüberlastung auf Großveranstaltungen kann die Berichterstattung schwierig bis unmöglich werden.“

Insgesamt, so lautete sein Fazit nach fast zweistündigen Vortrag, sei das Smartphone aus dem Journalistenalltag nicht mehr wegzudenken. „Jeder Journalist sollte unbedingt einmal alle Möglichkeiten ausprobieren, die ein Smartphone bietet. Ich selbst könnte ohne Mobile Reporting nicht auf dem Level berichten, auf dem ich es tue.“

Nicole Heupel

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