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Obermain-Tagblatt-Kollegen demonstrieren in Würzburg für gerechte Entlohnung ihrer Arbeit
Foto: Traudl Baumeister

Fachgruppe Tageszeitungen

Die Auseinandersetzung ins Mutterhaus tragen

Wertschätzer vom Obermain-Tagblatt fordern gleiche Löhne innerhalb der Main-Post-Gruppe

Würzburg, 24.01.2017

Keine Gehaltserhöhung seit zehn Jahren, kein Haustarif und hohe Arbeitsbelastung: Vor vier Jahren hat die Mediengruppe Main-Post Würzburg, das Obermain-Tagblatt (OT) in Lichtenfels übernommen, seit November wehren sich Redaktions- und Verlagsmitarbeiter gegen immer schlechter werdende Arbeitsbedingungen.

Am 24. Januar demonstrierten Till Mayer, Redakteur und Betriebsratsvorsitzender, seine Kollegen sowie Sympathisanten von BJV und Verdi in Würzburg. Anlässlich der Betriebsversammlung bei der Main-Post tragen sie „die Auseinandersetzung ins Mutterhaus nach Würzburg“, wie es DGB-Sekretär Norbert Zirnsak bei der Kundgebung vor dem Rathaus formuliert.

Das Ziel dahinter lässt sich in ein Wort fassen: Wertschätzung. „Die Wertschätzer“ nennen sich die Kollegen vom Obermain-Tagblatt selbst. Zusammenhalt, Durchhaltevermögen und kreative Ideen, um zum Erfolg zu kommen, das zeichnet Asterix' Gallier aus. Daher schlüpften die OT-ler für ihre Aktionen, wie den Protestzug vom Bahnhof zum Marktplatz und zurück, in deren Rolle und Kostüme.


Video: Rainer Reichert

Die in der Kälte stehen, sieht man nicht …
Noch bis 27. Januar sind sie im Streik, zum dritten Mal seit November. „Es ist schon frustrierend, wenn man so viel investiert und nicht mal ein Gesprächsangebot bekommt“, monierte Zirnsak in Richtung Geschäftsführung der Main-Post: „Dass David Brandstätter, als Vorsitzender des DPA-Aufsichtsrates, die Spielregeln des Miteinanders nicht einhält, ist nicht akzeptabel.“

Diejenigen, die das Sagen hätten, ergänzte der BJV Vorsitzende Michael Busch, säßen auf ihren Stühlen im Warmen und freuten sich, dass die Anderen in der Kälte stehen müssen. „Wir werden schon noch dafür sorgen, dass ihnen das Lachen im Gesicht gefriert.“ (Siehe auch Interview mit Michael Busch bei Bayern2-Regionalzeit vor der Demonstration.) 

Geld ist genug da!
Brandstätter habe gerade beste Umsätze verkündet. „Geld ist also genug da. Er versichert den Wertschätzern: „Mit Euch kämpfen andere, wie die Passauer Neue Presse oder der Nordbayerische Kurier.“ Gute Arbeit müsse guten Lohn wert sein – gerade in Zeiten der Lügenpresse-Vorwürfe „Ihr sendet ein Signal in die ganze Republik“, bestärkt der stellvertretende DJV-Vorsitzende Wolfgang Grebenhof die Obermain-Tagblatt-Kollegen. „Wir haben noch einiges in petto“, verrät Mayer. „Nur wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Traudl Baumeister

Schlagworte:

Obermain-Tagblatt

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